Nach Tod eines 15-Jährigen in Eckernförde: 22-Jähriger stellt sich der Polizei

Rund zwei Wochen nach dem gewaltsamen Tod eines 15-Jährigen in Eckernförde hat sich ein 22-Jähriger der Polizei gestellt. Der Mann aus Bremen sitzt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts in Untersuchungshaft. Die Ermittler prüfen weiter die Hintergründe der Tat und suchen Zeugen.

22-Jähriger stellt sich nach Tod eines Jugendlichen

Im Fall des getöteten 15-Jährigen von Eckernförde hat sich ein neuer Tatverdächtiger gestellt. Nach Angaben der Polizei Kiel meldete sich ein 22 Jahre alter Mann am Dienstag bei den Behörden. Er stammt aus Bremen und ist türkischer Staatsbürger. Gegen ihn wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel Haftbefehl wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts erlassen. Der Mann sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Zuerst hatten die „Kieler Nachrichten“ über die Festnahme berichtet.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der 22-Jährige in einem Fahrzeug saß, das Zeugen am Tatabend vom Parkplatz des Supermarkts hatten wegfahren sehen. Es soll sich um einen weißen VW Golf gehandelt haben.

Zuvor festgenommener 23-Jähriger wieder auf freiem Fuß

Bereits in der vergangenen Woche war ein anderer Mann in dem Fall festgenommen worden. Das betreffende Fahrzeug war auf den Namen des 23-Jährigen angemietet worden, möglicherweise jedoch durch Dritte.

Zeugen hatten laut Kieler Nachrichten den weißen Golf am Tatort beobachtet, woraufhin die Ermittler den 23-Jährigen vorläufig festnahmen. Nach einer Überprüfung seines Alibis wurde der dringende Tatverdacht gegen ihn jedoch nicht aufrechterhalten. Der Mann wurde aus der Untersuchungshaft entlassen.

Weitere Ermittlungen führten die Polizei schließlich auf die Spur des nun inhaftierten 22-Jährigen, der sich den Behörden stellte.

Tödliche Auseinandersetzung auf Supermarktparkplatz

Die Tat hatte sich am 11. März auf dem Parkplatz vor einem Supermarkt in der Innenstadt von Eckernförde in Schleswig-Holstein ereignet. Dort kam es nach bisherigen Erkenntnissen zu einem Streit, in dessen Folge der 15-jährige Jugendliche tödlich verletzt wurde.

Als die Polizei am Parkplatz eintraf, fanden die Einsatzkräfte zunächst nur eine Blutspur. Wenig später entdeckten Beamte den schwer verletzten Jugendlichen in einer rund drei Kilometer entfernten Straße. Die Polizisten versuchten, den 15-Jährigen zu reanimieren. Auf dem Weg ins Krankenhaus starb der Jugendliche.

Ermittler schweigen zu Tatwaffe und Obduktion

Ob eine Tatwaffe gefunden wurde, teilt die Polizei bislang nicht mit. Auch zu den Ergebnissen der Obduktion machen die Ermittler derzeit keine Angaben. Hintergrund sind laufende Ermittlungen, die nicht durch Details aus dem Innerenverfahren gefährdet werden sollen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 22-Jährigen ein Tötungsdelikt vor. Ob und in welcher Form es zu einer Anklage kommt, ist noch offen. Für den Tatverdächtigen gilt bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung die Unschuldsvermutung.

Mordkommission bittet weiter um Zeugenhinweise

Trotz der Inhaftierung des 22-Jährigen dauern die Ermittlungen an. Die Mordkommission bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Polizei und Staatsanwaltschaft Kiel haben für sachdienliche Hinweise eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.

Zeuginnen und Zeugen können Videos, Fotos und Beobachtungen über das Hinweisportal unter
sh.hinweisportal.de
oder telefonisch unter 0431 / 160 3333 melden – auch anonym.

Die Ermittler interessieren sich insbesondere für Wahrnehmungen rund um den Supermarktparkplatz in Eckernförde am Abend des 11. März sowie für Beobachtungen zu dem beschriebenen weißen VW Golf.

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