Schleibrücke Lindaunis

Erstes Brückenteil wurde erfolgreich montiert
Mit dem Einhub des ersten Brückenteils hat der Neubau der Schleibrücke Lindaunis einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Deutsche Bahn brachte die rund 120 Tonnen schwere Vorlandbrücke Nord erfolgreich an ihren Platz. Die neue kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke soll 2027 fertiggestellt werden und die Verkehrsverbindungen in der Region deutlich verbessern.

Beim Neubau der Schleibrücke Lindaunis hat die Deutsche Bahn (DB) einen wichtigen Baufortschritt erreicht. Am Mittwoch wurde die nördliche Vorlandbrücke mithilfe des Schwimmkrans „Enak“ an ihre endgültige Position gehoben. Mit dem Einhub wird die neue Brückenkonstruktion erstmals sichtbar und das Großprojekt erreicht einen weiteren Meilenstein.

Die Schleibrücke Lindaunis verbindet die beiden Ufer der Schlei und ist eine zentrale Verkehrsverbindung für Bahn-, Straßen-, Rad- und Fußverkehr in der Region. Das bestehende Bauwerk wird durch eine moderne Klappbrücke ersetzt, die künftig mehr Kapazität, eine höhere Betriebssicherheit und bessere Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer bieten soll. Die Inbetriebnahme ist nach Angaben der Deutschen Bahn für das Jahr 2027 vorgesehen.

„Nach den Arbeiten an Land wird mit dem Einhub des Brückenelements nun der erste Teil der eigentlichen Konstruktion sichtbar“, erklärte Ute Plambeck, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Norden. Nach Fertigstellung werde die neue Brücke den Verkehr an der Schlei langfristig stabilisieren und entlasten. Sie schaffe mehr Platz und erhöhe die Zuverlässigkeit für Bahn, Kraftfahrzeuge sowie den Rad- und Fußverkehr.

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Auch Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen bezeichnete den Einhub als wichtiges Signal für die Region. Die neue Brücke werde durch den Wegfall von Umwegen die Verkehrsverhältnisse für Pendlerinnen und Pendler, den Wirtschaftsverkehr sowie den Tourismus deutlich verbessern. Der sichtbare Baufortschritt unterstreiche die Bedeutung des Projekts.

Die nun eingehobene Vorlandbrücke Nord wurde zuvor am Ufer der Schlei vormontiert. Das rund 120 Tonnen schwere Stahlbauteil konnte nach Angaben der Deutschen Bahn ohne Einschränkungen für die Schifffahrt, den Bahnverkehr oder den provisorischen Fußweg eingesetzt werden. Der Schwimmkran arbeitete so, dass Schiffe die Baustelle weiterhin passieren konnten.

In den kommenden Monaten werden die Arbeiten am Unterbau der übrigen Brückenteile fortgesetzt. Parallel laufen die Montage der südlichen Vorlandbrücke sowie des beweglichen Klappteils am Ufer. Anschließend folgen der Einbau der Lager- und Hubsysteme sowie der Bau von Fahrbahn, Gleisen sowie Geh- und Radweg.

Die Schleibrücke Lindaunis gehört zu den technisch anspruchsvolleren Brückenbauprojekten der Deutschen Bahn. Da sie sowohl den Eisenbahn- als auch den Straßenverkehr aufnehmen und sich gleichzeitig mehrfach täglich für den Schiffsverkehr öffnen muss, ist eine individuell entwickelte Konstruktion erforderlich. Die Stahlbauteile werden in Werken in Tschechien und Ungarn gefertigt. Ein Teil der Konstruktion wird direkt auf der Baustelle montiert, andere Elemente werden vormontiert angeliefert.

Nach Angaben der Deutschen Bahn liegt das Bauprojekt weiterhin im Zeitplan. Die Gesamtkosten für den Neubau werden derzeit auf rund 246 Millionen Euro geschätzt. Der nächste größere Bauabschnitt ist der Einhub der südlichen Vorlandbrücke, der im kommenden Winter vorgesehen ist.